Praxis der Traditionellen Chinesischen Medizin
und Naturheilkunde

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Moxibustion

Eine weitere Behandlungsmethode ist die Moxibustion.
Hier wird den Akupunkturpunkten Wärme zugeführt. Dies geschieht durch das Abbrennen von getrockneten Blättern der Artemisia vulgaris (Beifuss). Dies ist eine sowohl in Asien wie auch in Europa beheimatete Heilpflanze.

Legt man bei der indirekten Methode entweder eine ca. 1-2 mm dicke Scheibe frischen Ingwers mit 1-2 cm Durchmesser oder Salz, Knoblauch, Zwiebel, Heilerde, Pfeffer als Isolator zwischen die Haut und dem glühenden Kraut, je nach Indikation.
Oder man verwendet zur direktenMoxibustion so genannte Moxazigarren.

Dies sind aus den Beifuss-Blättern gedrehte Stangen, die ähnlich wie Zigarren abgebrannt werden und so die Wärme an die Punkte abgeben. Moxibustion stärkt das Yang. Es vertreibt Kälte und löst Feuchtigkeit aus den Meridianen. Es hilft auch, stagnierendes Qi wieder in Bewegung zu bringen. Nach westlicher Vorstellung verbessert Moxibustion vor allem die Gewebedurchblutung und hat eine beruhigende Wirkung.

Eine weitere Methode ist die Übertragung der Wärme über Akupunktur-Nadeln, in dem am freien Ende einer speziell geformten Nadel ein Stück Moxa-Wolle befestigt und angezündet wird. Die Hitze wird von der Nadel in die Tiefe des Gewebes geleitet.

Direkte Moxibustion: kleine Moxakraut-Kegel oder -Kügelchen werden direkt auf der Haut abgebrannt und hinterlassen zumeist Rötungen der Haut oder Verbrennungen 1 Grades, was eine zusätzliche Stimulation zur Folge hat und therapeutisch auch erwünscht ist.
Natürlich sollten die Patienten vorher ausführlich darüber informiert werden.